BrainGym

Brain-Gym wurde 1980 von dem amerikanischen Pädagogen Paul Dennison entwickelt.

Seine Beobachtungen als Lehrer und ein Projekt Kinder mit Leseschwächen zu unterstützen waren der Anfang seines vielfältigen Lernprogrammes.

Innerhalb der Verbindungen von Bewegung, Gehirnentwicklung und Lernen wurden von ihm 26 BrainGym-Übungen und eine eigenen Balancetechnik zur individuellen Lernbegleitung erarbeitet.

Bis heute entwickelt BrainGym seine Wirksamkeit aus der unmittelbaren Interaktion zwischen dem Lehrer und seinen Schülern jeden Alters und aus dem Bestreben, gemeinsam erfolgreiche Lernerfahrungen zu schaffen.

Zwar gilt eine der Hauptthesen, die beiden Gehirnhälften seien in eine rationale (links) und eine intuitive Seite (rechts) einzuteilen sei, als überholt. Demnach arbeitet das Gehirn immer komplett und immer als Ganzes. Werden die Übungen von Brain Gym aber näher betrachtet, dann wird über deutlich, dass trotz dieser Unstimmigkeit, die Übungen allesamt auf dem Boden von neurophysiologisch nachvollziehbaren Theorien gründen.

"Drei Leitgedanken für Lernen durch Bewegung von Paul Dennison:

- Kinder lernen von Natur aus durch Spiel und Bewegung. Diese Aktivitäten fördern die grob- und feinmotorischen Fähigkeiten, die wiederum strukturiertes Denken befähigen.

-Erfolgreiches Lernen beginnt mit dem bewussten Wahrnehmen von Unstimmigkeit bzw. Dissonanz. Auf eine solche Erfahrung folgen Phasen des Ausprobierens, des Schaffens neuer Assoziationen im Gedächtnis und einer neuen Ebene des Gleichgewichts/Übereinstimmung. Es folgt eine neue Herangehensweise, was wiederum für künftige Situationen abgespeichert werden kann.

- Lernende jeden Alters können einmal in Stocken geraten. Dies geschieht dann, wenn der natürliche Drang zu handeln und zu einem neuen Gleichgewicht zu finden durch Stress, Verletzung oder Ängste gestört wird. Durch ausgewählte Bewegungsimpulse kann hier der Lernende stärkend und strukturierend unterstützt und so Lernblockanden überwunden werden."