Methoden

Meine Methoden konnte ich über die Jahre aus den verschiedensten Erfahrungen und Ausbildungen meiner staatlichen und reformpädagogischen Arbeiten im Schul- und Heimbereich gewinnen.

 

Wichtig ist natürlich zu Beginn der eigentlichen Arbeit, die Wiederherstellung

der Motivation der Lernenden, damit sie sich auf Schulaufgaben überhaupt wieder einlassen zu können. Oft haben die Kinder und die Jugendlichen, die ihren Weg zu mir finden, den Glauben an sich und eine erfolgreiche Schullaufbahn aufgegeben. Um einen Neustart zu ermöglichen, gilt es hier zu Beginn, Zeit zu investieren, um überhaupt wieder Anstrengungsbereitschaft zeigen und Lernstoff aufnehmen zu können.

Hier arbeite ich, je nach Ausrichtung der Bedürfnisse des Kindes bzw. des/der Jugendlichen, über die Möglichkeiten gesprächstherapeutischer Anteile nach Rogers, der NonViolent Communication nach Rosenberg, kinesiologischen Balancen (HK, Braingym, RESET), sensorischer Intergration nach Ayres und kunsttherapeutischer Angebote aus dem anthroposophischen Spektrum.

Über eine kurze Phase der Lernstanddiagnose stehen dann die aktuellen Lernfelder im Fokus:

Junge, der auf eine Tafel schreibt

Blockaden im Schreiben 

Zu Beginn wird die Stift- und Sitzhaltung korrigiert und evt. nochmals die Linienführung neu aufgearbeitet. Falls nötig, geschieht dies über Formenzeichnen und andere Übungen. Kinesiologisch wird untersucht, ob einzelne Grapheme und Phoneme das Kind in Stress versetzen.

Dann werden nochmals alle Graphem-Phonem Zuordnungen durchgespielt und bei Bedarf mit Lautgebärden untermauert. Ein nächster Schritt ist die Wiederholung der Silben sowie die Aneinanderkettung derselben, ähnlich wie bei der Leseförderung.

Über spezielle Übungen, zum Teil durch Körperübungen (BrainGym) zum Teil durch Spiegelungsübungen (Extrastunde), so wie der Technik der selbstinduzierten Korrektur wird die Tendenz des Verdrehens und des Auslassens von Buchstaben und Satzzeichen korrigiert.

Für die Rechtschreibung wird auf der Basis der Fresh-Technik gearbeitet. Alle Regeln werden wiederholt, mit anschaulichen Beispielen vertieft und entsprechend eingeübt.

Verschiedene Schreibtechniken und Schreibspiele werden durchgespielt bis sich ein automatisierter, selbstbewusster Schreibstil aufbauen kann.

Innerhalb individuell erstellter Lernaufgaben wird dann das freie Schreiben geübt. Hier wird erst mit kurzen Textaufgaben, dann über längeres, freies Schreiben hin zum Aufsatzschreiben gearbeitet.

Blockaden im Rechnen

Meiner Erfahrung nach sind gerade bei Lernproblemen im mathematischen Bereich Körperübungen und das strukturierte Arbeiten von der Anschauung, also dem konkreten Objekt, bis hin zu abstrakten Operationen in hohem Maße hilfreich. Hier arbeite ich mit Kindern oft in allen Raumdimensionen, d.h. wir erobern gemeinsam die horizontale, die vertikale und die schiefe Ebene. Auch kinästhetische Übungen wie Überkreuzübungen, Spannungs- und Dehnübungen bereichern die mathematische Vorstellungskraft bzw. das rechnerische Operieren in hohem Maße.

Wie beim Lesen und Schreiben ist es wichtig herauszufinden, ob schon einzelne abstrakte Zeichen für das Kind Stress und damit Lernblockaden hervorrufen. Dies würde entsprechend kinesiologisch Beachtung finden.

Neben den Körperübungen ist, wie schon erwähnt, das Arbeiten mit anschaulichem Material von großer Wichtigkeit.  Werden so die Mengenvorstellungen nochmals spielerisch wiederholt und gefestigt, können dann die einzelnen Rechenoperationen wiederum spielerisch und mit entsprechendem Anschauungsmaterial wiederholt und vertieft werden.

Zusätzlich arbeiten wir an der Konzentrations- und Merkfähigkeit. Dies geschieht über verschiedene Spiele, aber auch über bloße Arbeitsblattaufgaben, um mit dem Kind auch die Arbeitsweisen im Schulunterricht einzuüben - hier im Besonderen Aufgabenverständnis und Transferleistungen.

Blockaden beim Lesen

Gibt es Schwierigkeiten beim flüssigen Lesen, so arbeiten wir zu Beginn mit Texten, welche ein bisschen unterhalb des Lernniveaus des Kindes angesiedelt sind.

Gegebenenfalls verfasse ich die Texte je nach Interessen des Kindes und Leseniveau selbst bzw. wähle sie entsprechend aus. Wichtig sind hier das Erfassen der Silbenschrift und damit das Herstellen einer vom Kind selbst wahrnehmbaren Leseflüssigkeit. So arbeite ich auch viel mit rhythmischen Momenten. D.h. es werden Texte getrommelt, gestampft oder auch mal gesungen.

Erst wenn dies erreicht ist, werden schwerere Texte gefunden und Schritt für Schritt entsprechend der Schwierigkeiten aufgearbeitet, bis ein flüssiges und selbstbewusstes Lautlesen möglich wird.

Oft braucht es dann noch Unterstützung, wenn sich Stressreaktionen herausgebildet haben, vor der Klasse oder Fremden (Prüfer, etc) das erreichte Leseniveau aufrecht zu erhalten. Hier können die psychologischen Balancen aus der Health Kinesiologie helfen.

Sozial-emotionale Entwicklungsverzögerungen

In diesem Bereich konnte ich mit dem Spektrum kinesiologischer Balancen eindrucksvolle Erfahrungen sammeln. Zusätzlich ist die gesprächstherapeutische Herangehensweise (nach Rogers) sowie ein entsprechendes Coaching im Sinne einer besseren Selbst- und Fremdwahrnehmung, verschiedene Spielangebote zur Impulskontrolle oder aber zur Katharsis versteckter Ängste und negativer Emotionen  gewinnbringend.